Technologien und Tipps

Wikipedia hat nicht auf alles Antworten. Arrow OCS streckt die Fühler weit aus und erarbeitet zusammen mit Herstellern nützliches Material, damit es unsere Kunden es leichter haben. Manche Hersteller haben hervorragende Nebenprodukte, von denen niemand von selbst was erfährt. Das vordergründige Produkt steht zu sehr im Fokus, um die Dreingaben näher zu erläutern. In diesem Abschnitt zu Datenzentren möchten wir unser Wissen und unsere Funde mit Ihnen teilen.

Optimal Speicherbestückung für Intel® Xeon® E5-2600 Systeme

Die neueste Generation von Intel® Server Prozessoren sowie auch die neueren AMD Opteron Prozessoren haben die verfügbare Speicherbandbreite ausgebaut. Mit mehr Kernen und immer höheren Taktraten sowie neuen SIMD-Befehlen und verbesserten Hardware-Features wie DirectIO im Falle von Intel wurde erneut ein großer Leistungssprung möglich. Für Virtualisierung zum Beispiel um 40% mit der letzten Xeon® Generation. Aber nicht immer hängt die Performance einer Applikation von der Leistung der CPU ab, oftmals ist Storage-Durchsatz, Netzwerk oder die Speicherbandbreite der bremsende Faktor.
Die letzten Generationen von Server-Prozessoren unterstützen daher 1600 MHz Speicher und haben vier Speicherkanäle für 256 Bit Zugriffe. Logisch, dass man diese für maximale Leistung symmetrisch bestückt, ein paar Fragen bleiben aber trotzdem:

  • Geht die Frequenz runter, wenn ich noch ein Modul pro Kanal stecke?
  • Wie viele Dual- oder Quad-Rank Module pro Channel werden unterstützt?
  • Welche Limitationen gelten für Low-Voltage-Speicherriegel bzgl. Anzahl und Frequenzen?
  • Was ermöglicht die Load-Reduced Speichertechnologie, also LRDIMMs?

Wer solche Informationen suchte, war bisher meist gezwungen, sich durch die Produktspezifikationen der Prozessorhersteller zu wühlen. Sehr technische Dokumente, die das Thema meist weniger plakativ auf den Punkt bringen. In Zusammenarbeit mit Arrow OCS entstanden, bieten wir Ihnen hier eine leicht verständliche, vollständige Aufbereitung des Themas zum Download an:

Memory Population Guideline for_Xeon_E5

Die dargestellten Bestückungsmöglichkeiten der Intel® Xeon® E5 Technologie sind immer das maximal Mögliche. Mainboards können durchaus engere Beschränkungen aufweisen als grundsätzlich möglich sind. Allein schon die Anzahl wirklich verfügbarer Steckplätze wäre eine. Aber auch wenn drei Sockel pro Channel zur Verfügung stehen, kann durchaus weniger supported sein als die Technologie zulassen würde.

Darauf können wir natürlich nicht für alle Fälle eingehen, das wäre zu umfassend.

Aber die Guideline gibt Hinweise, die Ihnen helfen können, Speicherausstattungen besser zu planen:

  • Wird ein Server später aufgerüstet, können Sie Speicher mit der späteren Frequenz planen
  • Welche Regeln gilt es bei dem preislich attraktiven Low-Voltage-Memory zu beachten?
  • Wann lohnt es sich, den Aufpreis für LRDIMMs zu bezahlen?
  • Dual-oder Quad-Rank, bei großen Kapazitäten mit QR sparen oder doch in DR investieren?

Wir hoffen, Ihnen mit der Guideline die Suche nach Informationen dieser Art das Leben ein wenig leichter gemacht zu haben. Wenn Sie weitere Informationen oder detaillierte zu den Spezifika Ihrer Server-Plattformen benötigen, kontaktieren Sie uns.

Intel Data Center Manager – behalten Sie Stromverbrauch und Temperaturen unter Kontrolle!

Verwalten Sie bis zu 25.000 Server in einer Konsole. Bis zu einem Jahr Historie zeigt Ihnen die Maximalverbräuche, den Energiebedarf in Idle, die korrespondierenden Zeiten, Temperaturen und Konfigurationen an, selbst wie viel Platz noch im einzelnen Rack existiert. Der Intel Data Center Manager ist Fenster und Mikroskop zu Ihrem rechenzentrum zugleich. Größere Datencenter beherbergen meist mehrere Generationen von Servern, manchmal verschiedener Marken, aber auf jeden Fall mit verschiedenen Kühlkonzepten. 

Bilden Sie Ihre Serverfarm im Intel Data Center Manger genauso ab, wie diese im Rechenzentrum zusammenhängen, bezüglich Gängen, Racks, kühltechnisch oder der Stromversorgung. Dann können Sie ökologische und wirtschaftliche Entscheidungen im Handumdrehen und in Echtzeit umsetzen. Nicht selten wird zu stark gekühlt, um das schwächste Glied zu schützen. Der DCM gibt Ihnen Hinweise, wo Sparpotenzial gegeben ist, gibt Ihnen die Möglichkeit, den Energiehunger einzelner Server, ganzer Racks oderkompletter Gänge von Servern intelligent zu begrenzen. Plattformübergreifend, sogar unabhängig vom Hersteller, solange über IPMI, SSH/CLI oder SNMP Daten bereitgestellt werden können. Es ist keinerlei Installation von Software oder Treibern auf den Servern notwendig!

Bekannte Produkte von Serverherstellern wie iLO, iDRAC oder IMM haben den Nachteil, dass sie nur Server des Herstellers verwalten können und oft keine intelligente Beschränkung des Verbrauchs beherrschen. In fast jedem Rechenzentrum findet man Server verschiedener Hersteller, z.B. Markengeräte für die virtuellen Plattformen und Channel-Produkte als Root Server. Der Intel Datacenter Manager kann sämtliche Plattformen wieder in einer Konsole vereinen. Die Management-Tools kosten oft eine einmalig Lizenzgebühr, mal auch jährliche Beiträge. Der Intel Datacenter Manager kostet beides, eine einmalige Gebühr und einen jährlichen Beitrag, zusammen aber unschlagbar wenig. Lassen Sie sich überraschen und kontaktieren Sie uns!